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Weihnachten – om smånisser og julegrøt

Die Weihnachtszeit ist jetzt also wieder vorbei, und ein neues Jahr hat begonnen! Ich bin bald 5 Monate hier in Norwegen! Unglaublich!

Hier will ich gern ein bisschen über die norwegischen Weihnachtstraditionen erzählen, denen ich begegnet bin und darüber, wie es war, diese Zeit in einer ganz anderen Umgebung zu verbringen.

Julebrus

Weihnachten beginnt eigentlich im Oktober, mit der ersten Flasche julebrus (=Weihnachtslimonade) in den Geschäften. Von da an merkt man so richtig, wie sich Weihnachtsstimmung wie eine blaue Plüschdecke über alle ausbreitet, die wie der feine Nebel in einem Kaffeehaus alle erreicht und eine leise Zufriedenheit hervorruft. Eine leise Zufriedenheit, die dir aus dem Gesicht des Busfahrers entgegenstrahlt, mit der du im Fernsehen in Form von diversen Adventskalender-Programmen leicht eingehüllt wirst, die dich den ersten Schnee noch mehr genießen lässt. Leise Zufriedenheit.

Von Pfefferkuchen, Weihnachtskarten und der besonderen Bedeutung von Milchreis

Mit der ersten Flasche julebrus beginnen also die Weihnachtstraditionen hier im Norden. Pfefferkuchen backen, das ganze Haus putzen, Weihnachtsgeschenke füreinander basteln, sich zu julebord (=Weihnachtsparty, für die man sich ganz besonders aufbrezeln darf und die besten Basteltipps austauscht) oder juleverksted (= ein gemütliches Treffen unter Freunden, wo dann gebastelt wird) treffen. Es ist schon fast unglaublich, wie viel sich auf Weihnachten bezieht. In der Kinderabteilung der Bücherei (ich muss zugeben, da hab ich auch schon ein paar Mal herumgestöbert um Bücher zu finden, von denen auch ich ein bisschen was verstehe – je mehr Bilder desto besser ;) ) gibt es eine eigene Abteilung mit nur Weihnachts- Bilderbüchern. Eines davon war sehr inspirierend: Es erzählt von smånisser, meine allerliebsten norwegischen Fabelwesen. Gemeint sind kleine rotbemützte Wichtel, von denen in jedem Haus eine Familie wohnt (Angeblich stammt der Weihnachtsmann (=julenisse) auch auf eine Weise von diesen kleinen Freunden ab, selbst finden sie den großen alten Mann aber eigentlich etwas lächerlich). Ich bin jetzt sehr inspiriert, an die Kleinen zu glauben – Es ist einfach ein netter Gedanke, dass es da jemanden gibt, der darauf aufpasst, dass es den Menschen im Haus gut geht, und dass sie natürlich alle lieb zueinander sind. Für diese kleine Familie muss man auf jeden Fall am Weihnachtsabend eine Schüssel julegrøt (=Weihnachtsmilchreis) vor die Tür stellen, damit die auch etwas Gutes zum Essen bekommen. Das ist vielleicht die allernetteste Weihnachtstradition überhaupt (auch wenn ich das singend-um-den-Christbaum-tanzen auch sehr fein finde)! Auf die gleiche Weise muss der Weihnachtsmann übrigens einen Topf Kohl bekommen, wo der doch so viel zu tun hat und sicher hungrig ist.

So this is christmas….

Trotz aller Traditionen, um die ich mich kümmern musste und dem Neuen, das ich kennen lernen durfte, war es doch ein sehr seltsames Gefühl, diese Zeit ohne meine Familie zu verbringen. Es war eine sehr schöne Zeit, es war ganz fantastisch, so viel Schnee zu haben, es war einfach zauberhaft. Und doch auf eine Weise nicht so ganz wie Weihnachten. Nächstes Jahr gibt es dann auf jeden Fall wieder ein gewohntes Fest, aber ohne neue Impulse aus Norwegen werden wir sicher auch nicht feiern!

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