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Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Hallo alle zusammen…

Es sind schon fast drei Monate vergangen, seit mein Austauschjahr begonnen hat und mir kommt es so vor, als ob ich zum einen erst gestern im Flieger gesessen habe und zum anderen kommt es mir vor, dass ich meine Familie schon ewig kenne. Ich bin wirklich zu Hause und es ist schön, das zu spüren.
Die Wahlen hier werden, egal wie sie ausgehen, Geschichte schreiben. Entweder der erste schwarze Präsident oder die erste Frau als Vizepräsident. Heute ist der erste Dienstag im November, Wahltag. Wir sind alle schon sehr gespannt auf die Ergebnisse und alle Fernsehsender berichten darüber. Alle sind froh, dass der Wahlkampf endlich vorbei ist, weil es extrem viel Werbung gibt. Dauernd läutet das Telefon für Wahlwerbung und im Fernsehen werben die Kandidaten mostly mit den Schwächen der anderen. Es ist wirklich extrem!!!

Halloween ist auch schon vergangen, ich finde es sollte ein Nationaler Feiertag sein, so extrem wie hier gefeiert wird! Überall Halloween-Partys und die Häuser leuchten voll von Figuren und Plastikkürbissen. Natürlich habe ich auch einen Kürbis geschnitzt!!

USA_Christine_Hierzer_Halloween
Das war in einem Vergnügungspark in der Nähe,
wo sie zu Halloween viele extra Attraktionen haben.
Es war ein Ausflug mit der Abschlussklasse,
wo alle Seniors gemeinsam gefahren sind.

Wenn man vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten spricht, denkt man an eine arme Familie, die in der Nachkriegszeit alles auf Amerika setzt und hofft, hier neu anfangen zu können. Aber hinter dieser Phrase steckt wirklich etwas dahinter… es geht immer ein Level höher. Die Schule fördert jeden Einzelnen bis ans Limit. Zum Beispiel wenn man gut in einem Sport ist, wird man vom Team zu Meisterschaften begleitet und man steigt immer höher auf, bis man entweder Weltmeister ist, oder eben nicht… aber man kann es auf jeden Fall versuchen und wird niemals vor dem Limit aufgeben, weil es keine Chance mehr gibt, aus welchem Grund auch immer. Und wenn man gar nichts machen mag außer stricken, zum Beispiel, kann man ganz einfach dem Strickclub der Schule beitreten.
Das ist einfach ein großartiger Aspekt des ganzen Systems, das meiner Meinung nach eltweit verbreitet sein sollte.

Aber jetzt noch ein paar persönliche Erlebnisse aus meinem Austauschjahr…
Gestern war ich mit ein paar meiner amerikanischen Freunden bei einem Konzert. Man hat vielleicht eine fixe Vorstellung von einem Konzert, aber es kann immer anders kommen, so auch hier. Ganz gewöhnliche Sachen, wie zum Beispiel ein Kinobesuch, bringen einen dazu, den Fotoapparat zu zücken, weil einfach alles so anders ist (das Kino ist wie ein Restaurant, mit Tischen und so!!!).
Ich war mit einer Gruppe von Austauschschülern auf einem Trip nach Washington D.C. Wir haben die großen Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt angeschaut, überwältigend, was eine einzige Stadt so zu bieten hat. Wir haben alle vorm Weißen Haus gesungen, für die Mutter einer anderen Austauschschülerin, die an diesem Tag Geburtstag hatte. Außerdem haben wir dass Holocaust Museum gesehen, das sich mit dem 2. Weltkrieg befasst, was uns als Österreicher, Deutsche, ja sogar Europäer noch mehr betrifft und was wir einfach noch verarbeiten müssen. Abschließend haben noch einige ein I love DC shirt gekauft und man hat fast die ganze Gruppe daran erkannt! ?

Ich muss jetzt schauen, wie die Wahlen ausgegangen sind…
Also dann…

Tina

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