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Geschichte und Politik

Die Republik Südafrika ist Mitglied des Commonwealth of Nations, einer politischen Vereinigung von 53 Staaten, die zum Großteil ehemalige britische Kolonien sind. Südafrika ist das wirtschaftlich stärkste und damit auch das sozial und infrastukturell am weitesten entwickelte Land des afrikanischen Kontinents.

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Südafrikas Geschichte unterscheidet sich von jener anderer afrikanischer Nationen aufgrund des frühen Zuzugs von Europäern und seiner strategisch bedeutsamen Lage. Die Immigration aus Europa begann schon im Jahre 1652, als die Niederländische Ostindien-Kompanie einen Stützpunkt in Südafrika (das heutige Kapstadt) anlegte. Im Jahr 1806 eroberten die Briten das Kap der Guten Hoffnung von den Niederländern, oder Buren, und der europäische Zuzug und die damit verbundene Unterwerfung der ursprünglichen Bevölkerung verstärkten sich mit der Entdeckung von Diamanten und Gold in der Gegend. Schließlich wurde das schon auf früherer Segregation beruhende System der Apartheid im Jahr 1948 von der Partei „Afrikaner Nationalisten“ institutionalisiert, einer burischen Partei, die bis 1989 regierte. Nach dieser langen und blutigen Geschichte der rassistisch begründeten Trennung der Bevölkerungsgruppen brachten schließlich die 1990er Jahre eine Wende.

Im Jahr 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika statt. Nelson Mandela wurde nach 27 Jahren Gefangenschaft durch die Apartheid Regierung aus dem Gefängnis freigelassen und wurde von 1994 bis 1999 Präsident von Südafrika. Seit 1994 ist der Afrikanische Nationalkongress (ANC) die stärkste Partei, und auch bei den letzten Wahlen im April 2004 erlebte der ANC einen Erdrutschsieg mit 69% der Stimmen. Präsident Thabo Mbeki, der Nachfolger Mandelas, wird noch bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2009 im Amt bleiben.

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Nelson Mandela
(neboint.org)


Südafrika hat eine der fortschrittlichsten Verfassungen der Welt. Sie wurde nach ausführlicher Rücksprache mit der Zivilgesellschaft im Jahr 1996 entworfen. Festgeschrieben sind die Trennung von Exekutive, Legislative und Judikative sowie eine Bill of Rights, in der sowohl die politischen als auch die sozioökonomischen Rechte der Bürger festgeschrieben sind. Weiters ermächtigt die Verfassung bestimmte Institutionen mit der Aufgabe, die Verwirklichung dieser Bürgerrechte zu garantieren. Dazu gehören etwa die Menschenrechtskommission, die Kommission für Geschlechtergleichheit oder die Kommission für unabhängige Wahlen.

Seit 1994 haben sich die Lebensbedingungen der ehemals unterdrückten Bevölkerungsgruppen verbessert. Die Regierung sieht ihre Priorität im Ausbau des Zugangs zu sauberen Wasser, Elektrizität, Straßen und Schulen für entlegene Gemeinden. Viele Weiße erlebten einen etwas sinkenden Lebensstandard, nachdem ihre Privilegien gestrichen wurden. Bestimmt sind die Verhältnisse etwas gerechter geworden; nichtsdestotrotz leben aber immer noch Millionen von hauptsächlich schwarzen Südafrikanern in Armut.

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