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August/September 2007

Meine letzten Tage in Graz habe ich hauptsächlich mit letzten Vorbereitungen auf das Jahr hier in Norwegen verbracht und hatte dadurch zum Glück wenig Zeit zum Traurig sein. Als dann der Tag kam, an dem mich mein Vater mit nach Wien nahm, von wo aus mein Flug ging und ich dann zum letzten Mal für ein Jahr meine Familie sah, war das dann aber doch ziemlich hart.

Eine Reise mit Hindernissen
Am Morgen meiner Abreise wurde ich am Flughafen von einem YFU-Mitarbeiter empfangen, der mir die Flugtickets gab und mir noch einmal ein paar Ratschläge gab, wie ich mich besser zurechtfinden kann. Ich flog allein und musste in Stockholm umsteigen… Kein Problem, kleiner Flughafen, kaum Chancen sich zu verlaufen… theoretisch. Nachdem ich dann so ziemlich durch den ganzen Flughafen gelaufen war und alles gefragt hab, was mir unter die Nase gekommen ist (von Stewardessen bis zu den Security-Menschen kennt mich jetzt dort vermutlich jeder…) schaffte ich es dann aber doch bis zu meinem Gate…

In Oslo wurde ich dann von YFU-Mitarbeitern und Austauschschülern (dank knallroten YFU-T-Shirts selbst für mich nicht zu übersehen…) empfangen und wir fuhren zu unserem Vorbereitungsseminar hier in Norwegen. Dort lernten wir dann noch mal einiges über norwegische Kultur und Menschen und Schule und was es sonst noch so gibt.

NOR_Gastfamilie_Carmen
Meine norwegische Gastfamilie


Mein neues Zuhause
Am dritten Tag wurde ich dann von meinem Gastvater und meinem Gastbruder abgeholt. Nach drei Stunden Fahrt sah ich dann zum ersten Mal mein „neues Zuhause“ und meine gesamte Gastfamilie. Ich habe Gasteltern, drei jüngere Gastbrüder und zwei ältere Gastschwestern, die aber beide nicht hier leben. Alle waren sofort total nett und ich war auch ziemlich erleichtert.

Danach hatte ich dann noch den Sonntag frei, wo ich dann auch noch die Tochter (3) meiner Gastschwester kennen lernte. Auch sie freute sich total, dass ich da war und war ein bisschen enttäuscht, dass ich noch nicht Norwegisch mit ihr reden konnte.

NOR_Gastschwestern_Carmen
Meine Gastschwestern und ich - ich glaube, jeder errät, wer hier die Nicht-Norwegerin ist!


Mein erster Schultag
Am nächsten Tag begann dann auch schon die Schule. Mein Gastvater begleitete mich am ersten Tag. Er erklärte der Klasse, dass ich aus Österreich komme und noch nicht Norwegisch spreche. Am ersten Tag waren aber die meisten noch zu schüchtern mich anzusprechen. Ich lernte die Leute aus meiner Klasse erst nach und nach kennen. Was das ganze eindeutig schwieriger machte, war, dass die meisten Norweger zumindest hier in der Gegend nicht gerne Englisch sprechen, wenn noch andere Leute anwesend sind. Wenn man aber erst einmal dazu kommt, mit jemanden zu reden, sind sie total nett.

Die Schule, in die ich gehe, ist viel moderner, als wohl die meisten Schulen in Österreich. Alle Schüler kriegen über das Jahr einen Laptop von der Schule geborgt (wir müssen ihn also am Ende des Jahres wieder zurückgeben;-)…), haben in der Schule Internetzugang und arbeiten auch viel mit dem Computer. Außerdem bekommen wir jeden Tag gratis Obst in der Schule (jaja, man merkt irgendwie schon, dass Norwegen ziemlich reich ist…)

Nach einem Monat ist vieles schon leichter geworden
Inzwischen habe ich mich, denke ich mal, ziemlich gut eingelebt. Norwegisch kann ich schon ein bisschen (für Smalltalk reicht’s…) und in der Schule habe ich auch schon einige Freunde oder Leute, die vielleicht mal meine Freunde werden (zwischen diesen zwei Stufen ist hier eigentlich nicht so viel Unterschied… wenn dich jemand anspricht, dann heißt das meistens so viel wie: Ich würde gerne mit dir befreundet sein…) gefunden. Ich habe auch schon einige Elche gesehen, braunen Käse gekostet (wenn euch jemand den anbietet, dann probiert lieber erst ein kleines Stück…), massenhaft Fisch und auch einiges an Lachs gegessen und die norwegische Mentalität ein bisschen besser verstanden (…hoffe ich).

NOR_Sondre Fange
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