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USA "Halloween und Haarspray"

Hanna Krügener war 2002/2003 YFU-Austauschschülerin in den USA

Gekleidet in den ältesten Jeans, verschmierte Hände und strahlende Gesichter beim Kürbis aushöhlen. Von allen Hauseingängen leuchten mir die wildesten, in Kürbisse eingeritzten Grimassen entgegen – und zu Hause gibt es nur noch „pumpkin cake“ (Kürbiskuchen).

In einem solchen Umfang hatte ich Halloween noch nie erlebt. In meiner Familie in Iowa, USA, in der ich ein Jahr lang lebte, war dies eines der normalsten Dinge der Welt.

Meine amerikanische Familie
Die Familie bestand aus den Großeltern, den Eltern, einem Bruder (18) und einer Schwester (19). Obwohl ich in den USA war, um Vorurteile abzubauen, kann ich bei meiner Familie von einer „typisch amerikanischen Familie“ sprechen. Dabei denke ich vor allem an ihre dicken Bäuche!

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Den Grund dafür fand ich schnell heraus. Von den „Pancakes“ (Pfannekuchen) mit Sirup konnte auch ich morgens einfach nicht genug bekommen. Nach kurzer Zeit fingen auch meine Hosen an zu kneifen!

Damit ich mich nicht völlig neu einkleiden musste, habe ich angefragt, ob Obst nicht auch mal eine Gedanke wäre. Nach kurzer Zeit gab es immer Obst im Haus. Dies wurde auch vom Rest der Familie mit Begeisterung angenommen.

Geschwisterliebe
Bei der Hausführung wurde mir gleich nahe gelegt, ich solle doch bitte mit Ohrenstöpseln schlafen, da das Schnarchen meiner Gastschwester, mit der ich ein Zimmer teilte, wohl kaum zu überhören sei.

Doch ich hatte bald eine bessere Technik rausgefunden: Einmal in die Hände klatschen bewirkte bei meiner Gastschwester eine zehnminütige Schnarchpause. Genug Zeit zum Einschlafen!

Mein Gastbruder nahm für mich sehr schnell die Rolle eines großen Bruders ein. Spätestens, als ich eines Sonntags um sechs Uhr morgens von einer Sirene aufwachte, die er mir ins Zimmer gestellt hatte, war der Kampf zwischen uns eröffnet. Einen Sonntag später erwachte er durch eine Wasserladung…

Perfekt gestylt
Besondere Höhepunkte meiner Schulzeit waren die Bälle. Vor dem „Homecoming“-Ball traf ich mich mit zwölf Mädchen und wir bereiteten uns gemeinsam für den Abend vor.

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Als ich nach Stunden endlich fertig gestylt im Auto saß und vorsichtig meine Frisur betasten wollte, fühlte sie sich an wie Plastik. Ich fragte irritiert, was das denn sei, da wurde mir lachend entgegnet: „Haarspray!“

Am Ball angekommen, erwarteten mich keine steif herumstehenden oder elegant tänzelnden „Prinzesschen“. Nein! Die Mädels schafften es tatsächlich, in den längsten Kleidern und auf den höchsten Schuhen zu Hip Hop-Musik wild durch die Gegend zu tanzen.

Austausch zu Hause
Für dieses Jahr habe ich eine Austauschschülerin aus Estland bei mit zu Hause. Wenn ich sehe, wie sie ähnliche Erfahrungen macht wie ich in den USA, denke ich nur: Ich will noch einmal los!

Karte USA
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